Der Pelz gehört dem Tier

Das Argument zur Gewissensberuhigung, „der Pelz sei die älteste Bekleidung des Menschen und ein umweltfreundliches Abfallprodukt der Natur“, hat bei dem heutigen Standpunkt unserer kulturellen Fortentwicklung keine Überzeugungskraft mehr. Bilder, die von Reportern für Umweltmagazine gemacht wurden, erschüttern die Behauptung von sauberen, fachmännisch geführten Pelztierfarmen, artgerechtem Leben sowie schnellen, schmerz– und angstfreien Tötungsmethoden.

der_pelz_tiger.gif Jahr für Jahr vegetieren Milliarden von Tieren in engsten Käfigen zusammengepfercht, von allen Seiten vergittert, auf Drahtrosten gehalten, mit verkrüppelten Füßen ihrem Tod durch Vergasen, die Spritze ins Herz, ins Auge – oder durch Genickbruch entgegen. Sie haben nur zu wachsen und ihr Fell am Tag X zu Markte zu tragen.
Der Grund für diese maßlose Tierquälerei ist nicht etwa die Notwendigkeit, daß Menschen sich mit Fell kleiden müssen oder daß das Fleisch zur menschlichen Ernährung verwendet wird. Die Felle dienen lediglich zur Herstellung von absolut überflüssigen Luxusprodukten zur Befriedigung menschlicher Eitelkeit.

"Letzter Schrei" in der Mode ist oft wörtlich zu nehmen! Es gibt einfach keine Notwendigkeit, die das Züchten von Wildtieren für eine qualvolle Intensivhaltung in engen Käfigen nur um ihres Felles willen rechtfertigen könnte.

Es ist menschlich und ethisch unver-antwortlich, jährlich Mill-iarden von Tieren für einen unnötigen Luxus-artikel zu quälen und zu töten. – Bemühungen, unsere Mitgeschöpfe vor Grausamkeiten und Leiden zu bewahren, sind zugleich Ausdruck unserer Humanität – und sie sind immer auch ein Gradmesser für die Kultur eines Volkes.

+++ Kurznachrichten +++

10.04.2005:

Pelz von Karakul-Lämmern: Grausamkeit auf dem Laufsteg

Astrakhan, auch bekannt als „Breitschwanz“ oder „persische Wolle“ – das ist der Pelz von neugeborenen Karakul-Lämmern oder ihren ungeborenen Föten, zu Tausenden für den blutigen Pelzhandel gezüchtet in Zentralasien.

Mehr Infos - klick hier

Anti-Pelz-Demo in Köln

Links zu eigenen Seiten:

Bündnis zur Schließung der Nerzfarm Aachen
Ein offener Brief von Elli Heß


S t o p p t   d i e   R o b b e n j a g d

animal.jpg

Treffen mit IFAW-Mitarbeitern vor Ort

sheryl.jpg
Der IFAW verfügt über ein Team von engagierten Helfern, die sich weltweit für den Tierschutz einsetzen. Sheryl Fink, leitende Mitarbeiterin im Bereich Forschung und Projekte, arbeitet für die IFAW-Kampagne gegen die kommerzielle Robbenjagd in Kanada.

Brutalität auf dem Eis

Wieder einmal brach ein IFAW-Team zu den Eisschollen vor Kanadas Ostküste auf, um die weltweit größte Jagd auf Meeressäuger zu überwachen. Sie begann dieses Jahr am 28. März. Die kanadische Regierung erlaubte eine Fangquote von 275.000 Tieren. Fünftausend mehr als im letzten Jahr.

Während offizielle kanadische Vertreter Europa besuchten, um die diesjährige Robbenjagd als die bisher humanste zu preisen, dokumentierte der IFAW zur gleichen Zeit inakzeptable Grausamkeiten auf dem Eis. Die Regierung pries ihre neuen Tötungsrichtlinien an, der sogenannten „3-Schritt-Methode“: erschlagen oder erschießen der Robben, kontrollieren, ob der Tod eingetreten ist und vor der Häutung ausbluten lassen. Die kanadische Regierung wollte so der wachsenden internationalen Kritik an der Jagd entgegenwirken. Aber Videoaufnahmen des IFAW zeigen eindeutig, dass die 3-Schritt-Methode von den Robbenjägern nicht befolgt wurde.

„Unseren Beobachtungen nach hat sich nichts verändert,“ sagt Sheryl Fink, Jagdbeobachterin und Leiterin der Forschungsgruppe des IFAW. „Es herrscht der Druck, in kürzester Zeit so viele Robben wie möglich zu erschlagen. Schlechte Wetterbedingungen und rutschiges Eis kommen hinzu, so dass das Tierwohl wieder einmal hinter dem Profit zurücksteht.“

Die Dokumentation des IFAW darüber, was in diesem Jahr wirklich auf dem Eis passiert ist, hat zu weltweiter Berichterstattung in den Medien geführt. Immer mehr europäische Regierungen führen Handelsverbote für Robbenprodukte ein. Daran hat der IFAW entscheidend mitgewirkt. Unser nächstes Ziel ist ein EU-weites Handelsverbot.

Finden Sie heraus, wie Sie gegen die Robbenjagd aktiv werden können

© www.haus-und-wildtierhilfe.de