Die Sage vom Hubertushirsch

Eustachius, der eigentliche „Hubertus“

Eustachius war der Legende nach ein römischer Offizier, der bei der Jagd einen besonders schönen und großen Hirsch in die Enge trieb. Als das Tier stehenblieb und sich umwandte, erblickte Eustachius zwischen dem Geweih ein leuchtendes Kreuz:

„... das gab einen Glanz lichter denn die Sonne und die Stimme des Schöpfers hub durch des Hirsches Mund zu reden an ...“

Das bekehrte den bis dahin heidnischen Feldherrn, der darin ein Zeichen des Himmels sah, zum Christentum. Gleichzeitig hörte er mit dem Jagen auf.

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Bild Copyright by Andreas Weische

Der Hubertushirsch

Sein Bekehrungserlebnis wurde im späten Mittelalter auf einen anderen Heiligen übertragen auf St. Hubertus. Hubertus war der erste Bischof von Lüttich und Missionar der Ardennenbewohner. – Ihm wurde die Wunderfähigkeit nachgesagt, Menschen heilen zu können. Nach seinem Tod und 728 heiliggesprochen, avancierte St. Hubertus, der der Jagd abgeschworen hatte, merkwürdigerweise im ganzen christlichen Westeuropa zum Schutz-patron der Jäger.
Am 3. November, seinem Gedächtnistag, werden paradoxerweise lebensverachtende große Jagden (Hubertusjagden) abgehalten.

Die Botschaft, Leben zu achten und zu schonen ist bei den Menschen nicht angekommen.

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