Das Tier wird für immer mehr Zeitgenossen
zur Wegwerfware – zum Umtauschgegenstand.
So mancher kauft aus Gedankenlosigkeit ein Tier
wie andere eine Puppe oder einen Radiorekorder
– als Geschenk für den Geburtstagstisch
– unter den Weihnachtsbaum -
oder einfach so ...
wie einen Gebrauchsgegenstand
– oder ein Spielzeug eben!


Es gibt Millionen Tiere die in Wohnungen gehalten werden. Sie sollen
Freude bringen – einsame Stunden verschönen – den Kindern, die in einer
verschandelten Umwelt aufwachsen müssen, die Welt ein bißchen naturnäher bringen
und darüber hinwegtrösten, daß Eltern zu wenig Zeit haben, weil der Existenzkampf
so hart geworden ist.
Tiere sind aber keine Unterhaltungsgeräte und keine Liebhabeautomaten,
die man nach Belieben ein- und ausschalten kann. Es sind lebendige Geschöpfe, die sich oft
anders entwickeln, als man sich das vorgestellt – oder wie man sie bestellt hat. Man wollte
etwas zum Liebhaben und merkt auf einmal, daß es Mühe macht und Schwierigkeiten –
und so ist der vorher verhätschelte „Liebling“ plötzlich im Weg – man
kann nichts mehr mit ihm anfangen.
Die Tiere besitzen keine Macht und keine Möglichkeit, für ihr eigenes Schicksal
einzutreten. Wir Menschen haben uns zum Beherrscher der Kreatur gemacht. Wir haben den wilden
Tieren den Lebensraum eingeengt oder ganz genommen; wir haben aus Gewinnsucht und Unverstand
ganze Tierarten und Tiervölker ausgerottet – und wir haben die Haustiere in langer
Domestikation zu unseren Dienern und Helfern gemacht. Also liegt es auch in unserer Verantwortung,
für diese Tiere zu sorgen und Elend und Qual von ihnen fernzuhalten. Niemand ist
gezwungen, sich ein Tier anzuschaffen, aber wer es tut, sollte sich seiner Pflichten und seiner
Verantwortung bewußt sein, die er für ein lebendiges Geschöpf übernimmt.
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