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Berliner Tierheim
(Besichtigung des neuen Tierheims kurz nach dem Umzug im Jahr 2002) Das gesamte Dossier von Christel Weische über das neue Berliner Tierheim. Christel Weische hat sich vor Ort umgesehen und den folgenden Bericht erstellt. Christel Weisches
Das Grösste Tierheim der Welt Weltweit gibt es wohl kaum ein Tierheim, das den angeborenen Bedürfnissen der verlassenen und verstoßenen Tiere gerecht werden kann – und diesen gar das Gefühl geben könnte, sich wohl zu dort fühlen. Ein besonderes Problem für fast alle Tierheime ergibt sich vor allem aus den meistens fehlenden Möglichkeiten, wie z.B. Katzen artgerecht unterzubringen. Die sensiblen und freiheitsliebenden „Samtpfoten“ sind besonders stressanfällig und leiden extrem unter dem Verlust ihrer gewohnten Umgebung, sowie unter der Einschränkung ihrer Bewegungsmöglichkeiten - und trotz aller Bemühungen des Pflegepersonals ist Sterbequote dieser sensiblen Tiere in den Heimen nachweislich ziemlich hoch. Eine absolute Fehlplanung „im größten Tierheim der Welt“ sind die in keiner Hinsicht artgerecht konstruierten Katzenhäuser mit den ebenso wenig artgerecht angelegten – und zu knapp bemessenen sogenannten „Freiausläufen“. Änderungen, bzw. Verbesserungen wären hier eventuell noch möglich – und eigentlich im Sinne des Tierschutzes auch absolut notwendig.
Mit dem opulenten Platzangebot und dem enormen finanziellen Aufwand
hätte in Berlin für die durch menschliches Versagen in Not geratenen Mitgeschöpfe
ein wirklich vorbildliches, tier- und artgerecht kinstruiertes Tierasyl entstehen können.
Tierheim Berlin: - Eigenbericht!
„DAS GRÖSSTE TIERHEIM DER WELT!“ Eine Enttäuschung für den Tierfreund und besonders für den Katzenkenner.
Bei diesem Kostenaufwand und dem enorm großen Platzangebot
hätte man
„im größten Tierheim der Welt“ geradezu ideale Bedingungen für Katzen
schaffen können. Es ist eine utopische Vorstellung, daß sich Katzen in einem von allen
Seiten einsehbaren Glasgefängnis „entspannt in der Sonne räkeln und den Blick in
die Landschaft geniessen können“ wenn ihnen diese n u r unerreichbar hinter einer
Glasscheibe geboten wird. Wenn man sich vor der Planung der Katzenhäuser nur ein wenig mehr mit
wissenschaftlich fundierter Literatur / u.a. mit den Untersuchungsergebnissen des renommierten
Verhaltensforschers „Dr. sc. Dennis C. Turner“ (Institut für angewandte Ethologie
und Tierpsychologie) beschäftigt hätte, wäre man niemals auf die Idee gekommen,
Katzen von Glas umgeben wie leblose Gegenstände in einem „Schaufenster“
präsentieren zu können. Den Tieren ist keine Möglichkeit gegeben, sich den Blicken
der Menschen zu entziehen, was besonders verängstigten und gestressten Tieren –
wenigstens zeitweise – ein absolutes Bedürfnis ist. Nicht einmal das Katzenklo –
das erfahrungsgemäß immer an einem abgelegenen Platz stehen sollte – kann
die Katze ungesehen benutzen.
... zum Artikel „Katzenhäuser“ ↑ © www.haus-und-wildtierhilfe.de
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